Mit dem Gesundheitsplan 2040+ sichern wir die Gesundheitsversorgung in der gesamten Thermenregion langfristig ab. Der für die Landeskliniken zuständige Landesrat Anton Kasser betont: „Mit der Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung wird die medizinische Betreuung in der Region gezielt ausgebaut und auch für zukünftige Generationen sichergestellt. Das Universitätsklinikum Wiener Neustadt nimmt dabei eine zentrale Rolle ein und wird als zweites Zentralklinikum Niederösterreichs zu einem wichtigen Standort für moderne Spitzenmedizin weiterentwickelt. Gleichzeitig werden an den Standorten Baden und Mödling hochspezialisierte Behandlungen angeboten.“
Bündeln von Leistungen
Das Universitätsklinikum Wiener Neustadt wird in Zukunft noch enger mit dem Klinikstandort Hochegg zusammenarbeiten. Auf diese Weise wird viel spezielles medizinisches Wissen aus Hochegg und Wiener Neustadt vereint, etwa durch die Bündelung der akuten Pulmologie in Wiener Neustadt. Am Standort Hochegg bleibt das Zentrum für Neurologische Frührehabilitation wesentlicher Bestandteil der Versorgung in der Thermenregion.
Zusätzlich wird die onkologische Versorgung ausgebaut. Im Landesklinikum Baden wird nun schon seit Anfang des Jahres die Onkologische Ambulanz vom Team der Inneren Medizin III - Hämatologie und internistische Onkologie des Universitätsklinikums Wiener Neustadt betreut. Besonders die neue Zusammenarbeit der ambulanten onkologischen Versorgung zwischen den beiden Standorten sichert langfristig die Versorgung und bündelt die Expertise. „Die Stärke dieses Modells liegt darin, dass wir nicht mehr als zwei getrennte Abteilungen arbeiten, sondern als ein gemeinsames onkologisches Team mit gebündelter Expertise. Zwei Standorte, ein Team – durch die Bündelung unserer Erfahrung, Spezialisierungen und unseres Fachwissens können wir die Versorgungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten weiter verbessern“, betont Prim. Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Birgit Grünberger.
Gemeinsames Tumornetzwerk
Aufgrund des demografischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung nimmt die Zahl der Krebserkrankungen stetig zu. Um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen, setzt Niederösterreich dabei auch auf ein gemeinsames Tumornetzwerk. „Seit Ende 2025 sind alle NÖ Klinikstandorte an ein zentrales hämatologisches Tumorboard angebunden, das die Expertise unserer Medizinerinnen und Mediziner in diesem Fachgebiet vereint und standortübergreifend eine hochwertige onkologische Behandlung für unsere Patientinnen und Patienten ermöglicht. Zukünftig soll für alle Krebserkrankungen bzw. Krebsarten ein ähnliches Vorgehen etabliert werden“, freut sich Elisabeth Bräutigam, Vorständin der NÖ LGA, über die ersten Erfolge des Netzwerks. Dass diese standortübergreifende Vernetzung über alle Tumorarten hinweg funktionieren kann, zeigt das Tumorboard Thermenregion, welches bereits seit März 2025 alle Tumorarten in einem großen Tumorboard vereint.
Neben der onkologischen Versorgung stehen auch Veränderungen in der Gefäßchirurgie, der Neurologie und der Urologie des Landesklinikums Baden-Mödling an:
Die Behandlung der Erkrankungen des Gefäßsystems soll künftig ausgebaut werden. Dazu wird am Standort Baden eine Gefäßchirurgie entstehen. Die Abteilung für Neurologie wird vergrößert und von Mödling auf den Standort Baden wechseln. Damit können Synergien bestmöglich genützt werden. Der Standort Baden konzentriert sich somit auf die chirurgische Akutversorgung, während gleichzeitig die Urologische Abteilung an den Standort Mödling wechselt, wo bereits Kinder urologisch versorgt werden sowie die Gynäkologie und Geburtshilfe verortet sind. Dazu wird das Landesklinikum Mödling mit einer modernen Roboterchirurgischen Einheit ausgestattet. Somit wird es künftig neben dem OP-Roboter in Wiener Neustadt einen zweiten Roboter in der Thermenregion geben.
Innovative Versorgungskonzepte
„Auch innovative Versorgungskonzepte tragen wesentlich zur Verbesserung der medizinischen Betreuung bei: Neben der modernen Roboterchirurgie, erweitern Telemedizinische Angebote wie HerzMobil sowie neue digitale und vernetzte Behandlungsformen die Möglichkeiten für Patientinnen und Patienten nachhaltig“, betont Silvia Bodi, Geschäftsführerin Gesundheit Thermenregion GmbH. Darüber hinaus werden die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hinterbrühl sowie die Versorgung älterer Menschen durch den gezielten Ausbau von Akutgeriatrie- und Remobilisationsangeboten in der Region weiter gestärkt.
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BILDTEXTE:
Bild 1: v.l.n.r.: Prim. Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Birgit Grünberger, Landesrat Anton Kasser, Geschäftsführerin Gesundheit Thermenregion GmbH Dr. Silvia Bodi, MSc, Vorständin NÖ LGA Mag. jur. Dr. med. Elisabeth Bräutigam, MBA.
Bild 2: v.l.n.r.: Prim. Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Birgit Grünberger, Vorständin NÖ LGA Mag. jur. Dr. med. Elisabeth Bräutigam, MBA, Landesrat Anton Kasser, Geschäftsführerin Gesundheit Thermenregion GmbH Dr. Silvia Bodi, MSc.
