Pflege 4.0: Wenn High-Tech auf High-Care trifft

Gemeinsam für die Pflege der Zukunft: (v.l.n.r.) Pflegedirektorin Dipl. KH-BW DGKP Christa Grosz, MBA, MBA; Landtagsabgeordneter Franz Dinhobl, Fakultätsleiterin Gesundheit der FH Mag. Bettina Koller-Reseratis, BSc und FH-Geschäftsführerin Mag. Violeta Kaličanin, MSc.

Gemeinsam für die Pflege der Zukunft: (v.l.n.r.) Pflegedirektorin Dipl. KH-BW DGKP Christa Grosz, MBA, MBA; Landtagsabgeordneter Franz Dinhobl, Fakultätsleiterin Gesundheit der FH Mag. Bettina Koller-Reseratis, BSc und FH-Geschäftsführerin Mag. Violeta Kaličanin, MSc.

WIENER NEUSTADT. Wie verändert Künstliche Intelligenz die Pflege und was bleibt auch im Zeitalter von High-Tech unverwechselbar menschlich? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der 16. NÖ Intensivpflegekongress, der am 15. und 16. September vom Universitätsklinikum Wiener Neustadt-Hochegg gemeinsam mit der Fachhochschule Wiener Neustadt veranstaltet wurde. Unter dem Motto „Pflege 4.0 – High-Tech, High-Care: Pflegeidentität im KI-Zeitalter“ standen aktuelle Entwicklungen, fachlicher Austausch und die Zukunft professioneller Pflege im Mittelpunkt.

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz werden auch in der Pflege intensiv diskutiert: Welche Aufgaben können technische Systeme künftig übernehmen? Wo können sie Pflegefachkräfte entlasten? Und wo bleibt die persönliche Verantwortung des Menschen unverzichtbar? Der 16. NÖ Intensivpflegekongress brachte Expertinnen und Experten sowie Pflegefachkräfte zusammen, um diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Im Mittelpunkt stand, wie neue Technologien professionelle Pflege unterstützen können und welche Aufgaben Entscheidungen und Verantwortlichkeiten beim Menschen bleiben müssen.

„Dieser Mensch braucht mich jetzt“
Für Dipl. KH-BW DGKP Christa Grosz, MBA, MBA Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Wiener Neustadt-Hochegg, steht bei aller technologischen Entwicklung eines im Mittelpunkt: die Beziehung zwischen Mensch und Mensch. „Dieser Mensch braucht mich jetzt – genau dieses Gefühl macht professionelle Pflege unverwechselbar. Bei allem, was Künstliche Intelligenz künftig für uns leisten kann, sollte sie uns vor allem eines ermöglichen: mehr Zeit für professionelle Pflege. Die gewonnene Zeit gehört dem Menschen – unserer klinischen Wahrnehmung, der Beziehung und Beratung sowie unseren Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen. Technologie kann uns dabei unterstützen. Verantwortung kann sie uns nicht abnehmen“, so die Pflegedirektorin.

Fachhochschule als Ort der Begegnung und des Austauschs
Auch die Bedeutung des persönlichen Austauschs stand im Zentrum des Kongresses. Mag. Violeta Kaličanin, MSc, Geschäftsführerin der Fachhochschule Wiener Neustadt, betonte im Rahmen der Kongresseröffnung, die Rolle der Hochschule als Ort, an dem Theorie, Praxis und unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen: „Die Fachhochschule ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Pflege zeichnet sich durch Empathie, Erfahrung, kritisches Denken und die Bereitschaft aus, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig braucht es heute auch immer mehr technisches Know-how. Durch die Partnerschaft mit dem Universitätsklinikum können wir dazu beitragen, dass Theorie und Praxis in einer hochwertigen Ausbildung zusammenwirken und zukünftige Pflegekräfte optimal auf die Herausforderungen einer zunehmenden digitalisierten Gesundheitsversorgung vorbereitet werden.

KI dort einsetzen, wo sie den Menschen zugutekommt
Auch Landtagsabgeordneter Franz Dinhobl, der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner beim Kongress vertrat, rückte die Entwicklung neuer Technologien in den Mittelpunkt. 
„Entscheidend ist, dass wir die positiven Möglichkeiten erkennen und die Künstliche Intelligenz dort einsetzen, wo sie den Menschen zugutekommt“, betont Dinhobl.

Pflege der Zukunft: digital unterstützt, menschlich getragen
Der 16. NÖ Intensivpflegekongress zeigte: Künstliche Intelligenz kann professionelle Pflege gezielt unterstützen, wenn ihr Einsatz den Menschen und die Versorgungsqualität stärkt. Sie kann Prozesse erleichtern, Informationen schneller verfügbar machen und Pflegefachkräfte bei klar definierten Aufgaben unterstützen. Die fachliche Beurteilung, die pflegerische Entscheidung und die damit verbundene Verantwortung bleiben bei den dafür qualifizierten Pflegefachpersonen. 

BILDTEXT
Foto 1: Gemeinsam für die Pflege der Zukunft: (v.l.n.r.) Pflegedirektorin Dipl. KH-BW DGKP Christa Grosz, MBA, MBA; Landtagsabgeordneter Franz Dinhobl, Fakultätsleiterin Gesundheit der FH Mag. Bettina Koller-Reseratis, BSc und FH-Geschäftsführerin  Mag. Violeta Kaličanin, MSc.

Fotocredit: Universitätsklinikum Wiener Neustadt-Hochegg
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MEDIENKONTAKT
Mag. Doris Pichlbauer
Pressekoordinatorin
Universitätsklinikum Wiener Neustadt-Hochegg
E-Mail: doris.pichlbauer@wienerneustadt.lknoe.at