Ulrike Dittmer konnte es kaum glauben, dass es nun tatsächlich so weit ist. Für die erfahrene Pflegeexpertin bedeutet der Ruhestand eine Umstellung, schließlich war ihr Berufsleben von vielen bewegten Etappen geprägt: Sie hat die Akademisierung und Emanzipation der Pflege hautnah miterlebt und selbst mitgestaltet.
„Die Emanzipation der Pflege läuft noch, aber man sieht erste Erfolge. Die viele Arbeit beginnt zu fruchten und es entsteht immer mehr ein neues Pflege-Selbstbewusstsein. Das ist gut so“, freut sich Dittmer.
„Es ist ein Privileg, Menschen begleiten zu dürfen“
Ihre berufliche Laufbahn begann mit der Diplomierung an der Rudolfstiftung in Wien, führte sie zwischendurch vier Jahre nach Deutschland und schließlich im Jahr 2018 zurück an das Universitätsklinikum Wiener Neustadt, wo sie Teil des Palliativkonsiliardienstes wurde. Diese Tätigkeit empfand sie als besonders bereichernd: „Ich hatte zuletzt so viele nette Patientinnen und Patienten, die sich mir gegenüber geöffnet haben. Es ist ein Privileg, Menschen in ihren letzten Stunden begleiten zu dürfen. Deshalb ist mir der Palliativkonsiliardienst immer extrem wichtig gewesen. Für mich ist es eine palliative Sternstunde, wenn man Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen in dieser sensiblen Zeit Sicherheit geben und professionell zur Seite stehen kann.“
Wenn Pflege Halt gibt
Pflegedirektorin Dipl. KH-BW Christa Grosz, MBA, MBA würdigt Dittmers Engagement: „Ulrike Dittmer vereint Kompetenz mit Empathie und Feingefühl. Sie versteht es, die menschliche Individualität über die Pflegeprofession zu erfassen und Patientinnen und Patienten sowie Angehörige in herausfordernden Zeiten mit Wärme und Professionalität zu begleiten. Pflegekräfte mit dieser Form von Fachexpertise sind unverzichtbar für ein modernes Gesundheitssystem: Sie verbinden wissenschaftlich fundierte Pflege mit der Fähigkeit, Menschen in ihren verletzlichsten Momenten Halt zu geben. Gerade im palliativen Bereich braucht es diese besondere Mischung aus Wissen, innerer Stärke und echter Menschlichkeit. Ulrike Dittmer hat eindrucksvoll gezeigt, wie kraftvoll Pflege wirken kann, wenn umfassendes Fachwissen, Erfahrung und ein großes Herz zusammenkommen.“
Mit gemischten Gefühlen, aber viel Zuversicht blickt Dittmer nun auf ihren neuen Lebensabschnitt. Ganz ohne Aufgaben wird es auch künftig nicht gehen, eine Lesepatenschaft und das Feilen am Golf-Handicap stehen bereits auf ihrem Plan. Denn in einem Punkt ist sich die Neo-Pensionistin sicher: „Nichts tun – das kommt für mich nicht in Frage!“
BILDTEXT
Foto 1: (v.l.n.r.) Pflegedirektorin Dipl. KH-BW DGKP Christa Grosz, MBA, MBA, die frisch pensionierte DGKP Ulrike Dittmer, MSc und Bereichsleiterin DGKP Heidi Leitgeb freuen sich gemeinsam über den gelungenen Abschied im Universitätsklinikum Wiener Neustadt.
Foto 2: DGKP Ulrike Dittmer
Fotocredit: Universitätsklinikum Wiener Neustadt
MEDIENKONTAKT
Mag. Doris Pichlbauer
Pressekoordinatorin
Universitätsklinikum Wiener Neustadt
E-Mail: doris.pichlbauer@wienerneustadt.lknoe.at
Mit Herz, Humor und Haltung: Ulrike Dittmer verabschiedet sich in den Ruhestand

DGKP Ulrike Dittmer hat das Bild der Pflege im Klinikum geprägt - jetzt verabschiedete sie sich in den Ruhestand.