Im Dr. Richard Korn-Saal des Universitätsklinikums Wiener Neustadt kam eine Vielzahl an Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung zusammen, um im Rahmen des Bezirksarbeitskreises Palliative Care die palliative Versorgung in der Region weiter zu optimieren. Das Team des Palliativkonsiliardienstes am Universitätsklinikum organisierte das Zusammentreffen mit dem Themenschwerpunkt „Palliative Strukturen erhalten und gestalten“.
Motivierte Vertreterinnen und Vertreter der mobilen und stationären Palliativ- und Hospizteams aus den Bezirken Wiener Neustadt, Neunkirchen, Baden, Mödling und dem Burgenland folgten ebenso der Einladung wie Kolleginnen und Kollegen aus dem LebensMed Zentrum Bad Erlach, dem Landesverband Hospiz NÖ sowie aus der sozialen Verwaltung und der Sozialarbeit der Bezirksverwaltungsbehörden und der Stadtgemeinde Wiener Neustadt. Die große Beteiligung zeigt: Das Interesse an regionaler Vernetzung und an der gemeinsamen Weiterentwicklung palliativer Strukturen ist ungebrochen.
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen zentrale Fragen rund um die Zukunft der palliativen Betreuung: Wie kann ein stabiles und nachhaltiges Versorgungsnetz gesichert werden? Welche gesellschaftlichen Voraussetzungen braucht es, um schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen die nötige Unterstützung und Begleitung zu ermöglichen? Und wie kann die Palliativversorgung auf allen Ebenen – medizinisch, pflegerisch, psychosozial und spirituell - gestärkt werden?
Der Bezirksarbeitskreis bot dafür den passenden Rahmen. In einem offenen, wertschätzenden Austausch konnten Erfahrungen geteilt, Herausforderungen diskutiert und neue Impulse gesetzt werden. Besonders betont wurde die Notwendigkeit, Palliative Care nicht nur im Gesundheitswesen zu verankern, sondern auch in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken. Der Umgang mit Sterben, Tod und Trauer ist nach wie vor ein gesellschaftliches Tabuthema – Projekte wie „Hospiz macht Schule“ des Landesverbandes Hospiz zeigen, wie durch frühzeitige Aufklärung mehr Offenheit und Akzeptanz geschaffen werden können.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zur intensiven Vernetzung auf Augenhöhe und nahmen zahlreiche Denkanstöße für ihre tägliche Arbeit mit. Der erfolgreiche Arbeitskreis unterstrich eindrucksvoll: Eine hochwertige palliative Betreuung braucht nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch ein gemeinsames gesellschaftliches Bekenntnis – für mehr Menschlichkeit am Lebensende.
BILDTEXT
Foto 1: Mit viel Herz widmeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bezirksarbeitskreises den sensiblen Themen der palliativen Versorgung.
Foto 2: Das Team des Palliativkonsiliardienstes am Universitätsklinikum Wiener Neustadt (v.l.n.r.): DGKP Margareta Rehberger; DSA Lydia Fink-Baumgartner; DGKP Catherine Kiener, MSc; Dr. Barbara Urban-Jäger, MSc; DGKP Ulrike Dittmer, MSc und DGKP Karin Hafenscherr
Fotocredit: Universitätsklinikum Wiener Neustadt
MEDIENKONTAKT
Mag. Doris Pichlbauer
Pressekoordinatorin
Universitätsklinikum Wiener Neustadt
E-Mail: doris.pichlbauer@wienerneustadt.lknoe.at
Palliative Versorgung gemeinsam stärken: Bezirksarbeitskreis bringt Fachkräfte aus der Region zusammen

Das Team des Palliativkonsiliardienstes am Universitätsklinikum Wiener Neustadt (v.l.n.r.): DGKP Margareta Rehberger; DSA Lydia Fink-Baumgartner; DGKP Catherine Kiener, MSc; Dr. Barbara Urban-Jäger, MSc; DGKP Ulrike Dittmer, MSc und DGKP Karin Hafenscherr