Der entscheidende Vorteil der endoskopischen Technik liegt in der deutlich verbesserten Visualisierung des Operationsfeldes. Durch die hochauflösende Optik können selbst feinste anatomische Strukturen im Neuroforamen exakt dargestellt werden. Dadurch ist es möglich, die Einengung des Nervenaustrittskanals wesentlich präziser und gezielter zu beseitigen als mit herkömmlichen offenen Verfahren. Dieses „präzise Ausputzen“ des Foramens erfolgt unter direkter Sicht und maximaler Kontrolle – ein qualitativer Unterschied, der nicht nur die Effektivität des Eingriffs erhöht, sondern auch das Risiko von Gewebeschädigung minimiert. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: weniger Trauma, geringere Schmerzen und eine schnellere funktionelle Erholung.
Zusätzlich wird durch den minimalinvasiven Zugang das umliegende Gewebe deutlich geschont. Postoperative Beschwerden sind reduziert, die Mobilisation erfolgt früher und Krankenhausaufenthalte können häufig verkürzt werden.
Univ.-Prof. Dr. Kambiz Sarahrudi, Primarius der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie, unterstreicht die Bedeutung dieses Fortschritts: „Unser Ziel ist es, unseren Patientinnen und Patienten stets die bestmögliche und zugleich schonendste Therapie anzubieten. Die endoskopische Wirbelsäulenchirurgie ermöglicht uns eine bisher unerreichte Präzision im Bereich des Neuroforamens. Wir können dadurch gezielt entlasten, ohne unnötig Gewebe zu beeinträchtigen. Zugleich ermöglicht sie mit deutlich weniger Belastung für den Körper eine schnellere Erholung.“
Der Abteilungsvorstand betont, dass „dem gesamten Team besonderer Dank gilt, dessen hervorragende Zusammenarbeit und großes Engagement diesen Meilenstein möglich gemacht haben.“
Auch der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Ojan Assadian, MSc, DTMH (Lond.) unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Fortschritts: „Der Unterschied liegt im Detail – und genau dort entscheidet sich Qualität. Wenn wir durch bessere Sicht präziser operieren können, verbessern wir unmittelbar das Ergebnis für unsere Patientinnen und Patienten. Das ist der Kern moderner Medizin: mehr Wirkung bei weniger Belastung.“
Mit der Einführung dieser Technologie stärkt das Universitätsklinikum Wiener Neustadt seine Rolle als innovativer Gesundheitsversorger und positioniert sich klar als Zentrum für moderne, evidenzbasierte und patientenorientierte Medizin.
Zur Information:
Eine Neuroforamenstenose bedeutet, dass eine kleine Öffnung an der Wirbelsäule verengt ist. Durch diese Öffnung treten Nerven aus dem Rückenmark aus. Wird sie enger, kann der Nerv eingeengt werden – das führt häufig zu Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühlen zum Beispiel im Rücken, Bein oder Arm.
BILDTEXT
Foto: OA Dr. Georgios Gkourlias und das Team der Klinischen Abteilung für Orthopädie und Traumatologie bei der Durchführung einer endoskopischen Wirbelsäulenoperation im Universitätsklinikum Wiener Neustadt.
Fotocredit: Universitätsklinikum Wiener Neustadt
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Schonend, präzise, zukunftsweisend: Universitätsklinikum Wiener Neustadt setzt auf endoskopische Wirbelsäulenchirurgie

OA Dr. Georgios Gkourlias und das Team der Klinischen Abteilung für Orthopädie und Traumatologie bei der Durchführung einer endoskopischen Wirbelsäulenoperation im Universitätsklinikum Wiener Neustadt.