Sterben gehört zum Leben: Universitätsklinikum Wiener Neustadt setzt auf Sensibilisierung und Schulung

Univ.-Prof. Alexander Gaiger mit einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des „End of Life“-Workshops im Universitätsklinikum Wiener Neustadt Foto 2: Oberärztin Dr. Ljiljana Durovic (Palliativteam UKWN); Univ.-

Univ.-Prof. Alexander Gaiger mit einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des „End of Life“-Workshops im Universitätsklinikum Wiener Neustadt Foto 2: Oberärztin Dr. Ljiljana Durovic (Palliativteam UKWN); Univ.-

WIENER NEUSTADT. Das Sterben gehört zum Leben – doch oft wird dieser letzte Lebensabschnitt ausgeklammert oder tabuisiert. Das Universitätsklinikum Wiener Neustadt nimmt sich diesem sensiblen Thema mit dem Projekt „Sterben und Tod – Was brauchen wir?“ aktiv an.

Mit den gezielten Schulungen, beginnend mit der Klinischen Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, werden Pflegekräfte und Medizinerinnen und Mediziner bestmöglich darauf vorbereitet, sterbende Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige in dieser herausfordernden Zeit professionell und einfühlsam zu begleiten.

Im Rahmen des Projekts werden spezielle Workshops mit dem Titel „End of Life“ angeboten. Diese richten sich sowohl an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflegebereich als auch an die Ärztinnen und Ärzte des Universitätsklinikums Wiener Neustadt. Durch verschiedene Übungen setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit dem Thema auseinander und reflektieren die besonderen Herausforderungen, die damit verbunden sind – etwa das Überbringen schlechter Nachrichten oder das Führen wichtiger Gespräche unter Zeitdruck, da Kommunikation im laufenden Klinikbetrieb oft unter schwierigen Bedingungen erfolgen muss.

Die zentrale Frage des Workshops lautet: „Was beschäftigt dich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im beruflichen Alltag mit dem sterbenden Patienten, der sterbenden Patientin?“. Diese Reflexion hilft dabei, Unsicherheiten abzubauen, Herausforderungen zu besprechen und gemeinsam Wege für eine noch bessere Begleitung von Patientinnen und Patienten zu erarbeiten. Zudem werden bewährte Methoden für eine effektive Gesprächsführung vermittelt, um Gespräche mit sterbenden Patientinnen und Pateinten sowie deren Angehörigen respektvoll und einfühlsam zu gestalten.

„Der Tod ist ein natürlicher Teil des Lebens, und unser Ziel ist es, sterbende Menschen würdevoll und mitfühlend zu begleiten. Mit diesem Projekt möchten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das nötige kommunikative Handwerkszeug und die emotionale Sicherheit geben, um in dieser besonderen Phase eine bestmögliche Unterstützung zu bieten“, erklärt Dipl. KH-BW DGKP Christa Grosz, MBA, MBA, Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Wiener Neustadt.

Die Workshops „End of Life“ sind ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass schwerkranke und sterbende Menschen sowie ihre Familien in dieser sensiblen Phase auch kommunikativ die bestmögliche Betreuung erhalten.

BILDTEXT
Foto 1:
Univ.-Prof. Alexander Gaiger mit einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des „End of Life“-Workshops im Universitätsklinikum Wiener Neustadt
Foto 2: Oberärztin Dr. Ljiljana Durovic (Palliativteam UKWN); Univ.-Prof. Alexander Gaiger; DGKP Heidi Leitgeb (Bereichsleitung Pflege UKWN)
Fotocredit: Universitätsklinikum Wiener Neustadt

MEDIENKONTAKT
Mag. Doris Pichlbauer
Pressekoordinatorin
Universitätsklinikum Wiener Neustadt
E-Mail: doris.pichlbauer@wienerneustadt.lknoe.at