Weniger Bürokratie, mehr Zeit für Patientinnen und Patienten: Universitätsklinikum setzt auf klare Abläufe

(v.l.n.r.:) Pflegefachassistentin Tanja Renner; Stationsleiterin DGKP Sandra Rannicher; Pflege-Bereichsleiter DGKP Dipl. KH-BW Josef Bauer, MSc, MBA und Abteilungsvorstand Prim. Ass.-Prof. Dr. Martin Haydter, FEBU

(v.l.n.r.:) Pflegefachassistentin Tanja Renner; Stationsleiterin DGKP Sandra Rannicher; Pflege-Bereichsleiter DGKP Dipl. KH-BW Josef Bauer, MSc, MBA und Abteilungsvorstand Prim. Ass.-Prof. Dr. Martin Haydter, FEBU

WIENER NEUSTADT. Effizienter, einheitlicher, patientinnen- und patientenorientierter – das Universitätsklinikum Wiener Neustadt startet mit dem Jahr der Standard Operating Procedures (SOPs) in eine neue Ära der Prozessqualität. Standardisierte Abläufe verbessern die Qualität und entlasten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Universitätsklinikum Wiener Neustadt setzt neue Maßstäbe in der Organisation pflegerischer und medizinischer Prozesse. Pflegedirektorin Christa Grosz hat das Jahr 2025 zum Jahr der SOPs erklärt – das steht für Standard Operating Procedures, also genau festgelegte Abläufe für bestimmte Behandlungen und Pflegeschritte.

Ein Vorzeigebeispiel ist die Urologie im Universitätsklinikum Wiener Neustadt unter der Bereichsleitung von Josef Bauer. Hier wird bei bestimmten Eingriffen, wie der sogenannten transurethralen Resektion der Harnblase (kurz: „TURVES“), bereits erfolgreich mit einer SOP gearbeitet. Warum ist das wichtig? Bis jetzt mussten Ärztinnen und Ärzte im Alltag viele einzelne Anweisungen für jede Patientin und jeden Patienten geben – im Fall der „TURVES“ oft bis zu 15-mal am Tag pro Person. Die SOP beschreibt jetzt genau, wie die Pflege und Betreuung vor und nach der Operation aussieht – zum Beispiel, wie Schmerzen gemessen werden und wann Medikamente gegeben werden sollen. Dadurch ist nur noch eine Anordnung pro Patientin bzw. Patient notwendig.. Das spart Zeit und sorgt für mehr Sicherheit.

Stationsleiterin Sandra Rannicher erklärt: „Die SOP sorgt für klare Abläufe und gewährleistet eine einheitliche Vorgehensweise. Durch dieses standardisierte Verfahren wird der mögliche Kompetenzrahmen von Pflegekräften voll ausgeschöpft, und Arbeitsunterbrechungen werden reduziert – eine deutliche Erleichterung im Arbeitsalltag.“
Auch Pflegefachassistentin Tanja Renner merkt die Verbesserung im Alltag: „Jetzt können wir schneller agieren – zum Beispiel, wenn jemand Schmerzen hat.“

Abteilungsvorstand Prim. Dr. Martin Haydter ergänzt: „Durch die klaren Abläufe verbessern wir die Qualität der Behandlung und entlasten gleichzeitig das gesamte Team.“ Das Ziel ist es nun, diese erfolgreichen Modelle auf weitere Abteilungen im Universitätsklinikum Wiener Neustadt auszuweiten – für eine bessere, schnellere und sicherere Versorgung der Patientinnen und Patienten.

INFOBOX:
Bei der transurethralen Resektion der Harnblase handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff, bei dem Blasentumore durch die Harnröhre mit einem speziellen Instrument entfernt werden. Die Operation erfolgt in der Regel unter Voll- oder Teilnarkose und ermöglicht eine genaue Diagnostik und Behandlung von Tumoren der Harnblase.

BILDTEXT
Foto: (v.l.n.r.:) Stationsleiterin DGKP Sandra Rannicher; Pflegefachassistentin Tanja Renner; Pflege-Bereichsleiter DGKP Dipl. KH-BW Josef Bauer, MSc, MBA und Abteilungsvorstand Prim. Ass.-Prof. Dr. Martin Haydter, FEBU
Fotocredit: Universitätsklinikum Wiener Neustadt

MEDIENKONTAKT
Mag. Doris Pichlbauer
Pressekoordinatorin
Universitätsklinikum Wiener Neustadt
E-Mail: doris.pichlbauer@wienerneustadt.lknoe.at